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Weihnachtsgeschenke von Oma: Ideen für Geschenke

Geschrieben von libify | Nov 26, 2025 12:45:39 PM

Wenn draußen die Lichterketten glühen, Kinder aufgeregt Plätzchen verzieren und der erste Schnee leise fällt, liegt eine besondere Magie in der Luft. Weihnachten ist mehr als nur ein Datum im Kalender – es ist ein Gefühl. Der Duft von Vanillekipferln, das Rascheln von Geschenkpapier, die Vorfreude auf ein Wiedersehen – all das schafft Momente, die man nie vergisst.

Für Kinder ist Weihnachten pure Freude. Für Großeltern bedeutet es meist, Liebe in kleinen Gesten auszudrücken. Und jedes Jahr taucht dieselbe Frage auf: Was schenke ich meinen Enkelkindern zu Weihnachten?

Das perfekte Weihnachtsgeschenk von Oma oder Opa soll mehr sein als ein Gegenstand. Es soll Erinnerungen wecken, Nähe schaffen und zeigen: Ich kenne dich, ich denke an dich, du bist mir wichtig.

 

Warum es auf Herz und Haltung ankommt

Schenken ist eine Sprache – und Großeltern sprechen sie wie niemand sonst. Oft wissen sie intuitiv, was Kindern guttut, weil sie schon vieles erlebt haben. Doch in einer Zeit voller Reize, Online-Wunschlisten und überquellender Kinderzimmer ist das gar nicht so leicht.

Das Ziel ist nicht, das größte oder teuerste Geschenk zu finden, sondern eines, das Bedeutung hat. Eines, das zeigt: Ich habe mir Gedanken gemacht.

Weihnachten ist eine wunderbare Gelegenheit, diesen Gedanken Ausdruck zu verleihen – mit Dingen, die von Herzen kommen. Vielleicht braucht es nur ein bisschen Zeit, um die richtige Idee zu finden.

 

Herausfinden, was Enkel wirklich wollen

Geschenke, die berühren, beginnen mit Zuhören. Wenn Sie an Ihre eigene Kindheit zurückdenken, erinnern Sie sich bestimmt an diese Mischung aus Spannung und Freude, wenn Oma oder Opa ein Päckchen überreichten. Nicht unbedingt wegen des Inhalts, sondern weil Sie spürten: Das wurde mit Liebe ausgesucht.

So ist es heute noch. Enkel spüren, wenn etwas mit Herz und Aufmerksamkeit ausgewählt wurde. Umso schöner ist es, wenn man weiß, was die Kleinen gerade begeistert.

 

Die Wunschliste – klassisch, aber sinnvoll

Die klassische Wunschliste ist noch immer hoch in der Gunst bei Kindern wie Erwachsenen. Denn sie erfüllt gleich mehrere Zwecke: Für Kinder ist die Erfahrung des selbstbestimmten Wünschens hilfreich, um zu lernen, über ihre Bedürfnisse und Persönlichkeit zu sprechen. Die mal mehr, mal weniger realistischen Wünsche auf dieser Liste sind tatsächlicher Ausdruck dessen, was Ihr Enkelkind mag und erfreut.

Für Erwachsene hingegen birgt so eine Liste oft manche Überraschung. Von einigen Spielzeugen oder Vorlieben wissen sie oft noch nichts, vor allem wenn sich die Vorlieben in der Schule oder im Kindergarten entwickeln. So lernen Sie Ihr Enkelkind nochmal von einer ganz anderen Seite kennen.

Vergessen Sie dabei aber nicht, dass eine Wunschliste immer nur eine Momentaufnahme ist. Je jünger Ihr Enkelkind ist, desto eher landen nur ungeordnete Wünsche auf der Liste, die dem Kind in dem Moment durch den Kopf gehen. Idealerweise bieten Sie oder die Eltern dem Kind dann Hilfe an, die Wünsche zu priorisieren, und regen an, über weitere Wünsche nachzudenken.

 

Mit den Eltern sprechen

Ein kurzer Austausch mit den Eltern lohnt sich immer. Sie wissen, welche Wünsche schon erfüllt werden, was gebraucht wird – und was vielleicht gerade gar nicht passt.

Manchmal können Großeltern dadurch Geschenke machen, die den Alltag der Familie erleichtern: ein Jahresabo für den Zoo, eine Mitgliedschaft in der Bücherei oder ein Gutschein für einen Schwimmkurs. So unterstützen Sie nicht nur Ihr Enkelkind, sondern auch die Eltern – ganz im Sinne von Weihnachten: füreinander da sein.

Eltern haben zudem oft kleine Einblicke in die Welt ihrer Kinder, die Gold wert sind: Lieblingsfarben, geheime Wünsche, aktuelle Interessen. Dieses Wissen macht jedes Geschenk persönlicher.

 

Inspiration durch Alltagsgespräche

Nicht jedes Geschenk braucht einen Anlass. Oft liegen die besten Ideen im Alltag versteckt. Vielleicht erwähnt Ihr Enkel, dass er gern malt, Musik hört oder neuerdings backen möchte.

Solche beiläufigen Bemerkungen sind wertvoll. Sie zeigen, was Ihr Enkel wirklich bewegt. Schreiben Sie diese Momente über das Jahr hinweg auf – im Notizbuch oder im Handy. Im Dezember haben Sie dann eine ganz persönliche Ideenliste, die kein Online-Shop ersetzen kann.

 

Welche Weihnachtsgeschenke nur Oma machen kann


Manche Geschenke haben einen Zauber, den kein anderer erzeugen kann, den Zauber der Erinnerung.

Wenn Sie an Ihre eigene Großmutter oder Ihren Großvater denken, erinnern Sie sich vermutlich nicht an jedes Geschenk, aber an die Wärme, die damit verbunden war: das gemeinsame Backen, der Spaziergang im Schnee, das Knistern des Kaminfeuers.

Diese Emotionen können Sie weitergeben. Denn Kinder spüren, wenn etwas mit Herz gemacht wurde.

Beispiele für bleibende Erinnerungen:

  • Ein Familienalbum, das Generationen verbindet – mit Fotos, Geschichten und kleinen Notizen.
  • Ein Brief an die Zukunft, den Sie Ihrem Enkel schreiben. Vielleicht liest er ihn in zehn Jahren und lächelt über Ihre Worte.
  • Ein Familienrezept, das Sie gemeinsam kochen – inklusive Erzählungen aus Ihrer Kindheit.
  • Ein kleines Schmuckstück oder Buch, das schon länger in Ihrem Besitz ist und weitergegeben wird – mit einer persönlichen Widmung.

Geschenke, die ganz persönlich mit der Verbindung zwischen Ihnen und Ihrem Enkel zusammenhängen, sind oft besonders wertvoll und lange in Erinnerung gespeichert.

Gemeinsame Zeit – das schönste Weihnachtsgeschenk

Mit Oma unterwegs zu sein ist ganz anders als mit den Eltern. Nicht nur, weil es meist bedeutet, dass viel mehr Freiheiten erlaubt sind, sondern auch, weil die Zeit mit den Großeltern immer gleichzeitig Vertrautheit und Abenteuer bedeutet.

Für Ihre Enkelkinder sind Sie nicht nur Bindungsperson, sondern auch die Botschafterin aus einer anderen Welt: Der Vergangenheit. Was sie nur aus Büchern kennen, haben Sie bisweilen selbst erlebt, von der Zeit ohne Smartphones bis zu einem Leben ohne Fußbodenheizung.

Dabei sind Erzählungen aus diesem Leben mehr als Geschichten, denn es ist auch die Verbindung zur eigenen Herkunft. Ihre Enkelkinder suchen in Ihren Erinnerungen auch sich selbst: Wie waren Sie als Kind, was hat Sie glücklich gemacht, sind Sie und Ihr Enkelkind sich ähnlich?

Auch Orte Ihrer Kindheit sind etwas Besonderes für Kinder, zu denen sie gerne eigene Erinnerungen knüpfen.

Wenn Sie also die Zeit haben und körperlich dazu in der Lage sind, sollten Sie darüber nachdenken, ob es eine Möglichkeit gibt, als Weihnachtsgeschenk gemeinsam etwas zu erleben. Ein Ausflug, ein Konzert oder Theaterstück, vielleicht sogar ein Wochenendurlaub mit den Enkelkindern zusammen oder auch schlicht ein Nachmittag zusammen in der Küche. Hier haben wir ein paar Tipps, wie die gemeinsame Zeit mit den Enkelkindern zum vollen Erfolg wird.

Selbstgemachte Weihnachtsgeschenke von Oma

Vieles, was Sie in Ihrem Leben ganz selbstverständlich zur Selbstversorgung gelernt haben, ist für Ihre Enkelkinder große Kunst. Selbstgemachte Marmelade ist dabei in der Regel die Spitze der Glückseligkeit.

Wenn Sie stricken oder häkeln, Seife gießen oder Kerzen ziehen können, so ist ein persönliches Geschenk immer eine Empfehlung wert. Nicht nur können Sie dann das Geschenk wirklich genau an das beschenkte Kind anpassen, sondern Ihre Enkelkinder wertschätzen auch durchaus die Mühe, die Sie sich damit gemacht haben.

Toll ist auch eine Kombination mit gemeinsamer Zeit: Kinder lernen viele handwerkliche Dinge heute nicht mehr, die ihnen aber ein Leben lang praktischen Nutzen bieten würden. Schenken Sie Ihren Enkelkindern also einen vergnüglichen Nachmittag zu zweit, an dessen Ende das Kind ein wenig mehr über das Leben weiß. Seien Sie überzeugt – und denken Sie an Ihre eigenen Großeltern zurück: Was die Enkelkinder von Oma lernen, behalten Sie in der Regel für den Rest des Lebens im Kopf. Denn war in Ihrer Zeit als junge Erwachsene nicht auch „Das habe ich von meiner Oma gelernt“ immer ein Hinweis auf ein fantastisches Ergebnis?

 

Nachhaltig, bewusst, besonders – moderne Geschenkideen

Immer mehr Großeltern möchten bewusst schenken – mit Sinn und Nachhaltigkeit. Es muss nicht immer etwas Neues sein. Auch Erlebnisse, Spenden oder kreative Alternativen können Herzensfreude bereiten.

Beispiele für nachhaltige Weihnachtsgeschenke von Oma oder Opa

  • Ein Baum für die Zukunft: Pflanzen Sie gemeinsam einen Baum im Garten oder im Wald. Er wächst mit – wie Ihre Verbindung.
  • Erlebnisse statt Dinge: Ein gemeinsamer Kurs, eine Museumsführung oder ein Theaterbesuch bleiben länger in Erinnerung als jedes Spielzeug.
  • Spendenpatenschaften: Unterstützen Sie gemeinsam Tiere oder Kinder in Not. So lernen Enkel den Wert des Teilens.
  • Digitale Erinnerungen: Erstellen Sie ein Fotobuch oder eine Playlist mit Liedern aus Ihrer Jugend und den Lieblingssongs Ihres Enkels.

Nachhaltig zu schenken bedeutet, Werte weiterzugeben – und das ist vielleicht das schönste Vermächtnis von Großeltern.

 

Wichtige Hinweise für Weihnachtsgeschenke von Oma

Schenken kann auch herausfordernd sein. Vor allem, wenn Geschmäcker und Generationen aufeinandertreffen. Ein paar Dinge helfen, Missverständnisse zu vermeiden:

Mit den Eltern absprechen

Sie sollten mit den Eltern Geschenke besprechen, um eine Angemessenheit zu wahren. Zwar ist auch wichtig, dass ein Kind verschiedene Wertesysteme kennenlernt, doch sollte ein Geschenk nicht ohne triftigen Grund gegen fundamentale Erziehungsgrundsätze der Eltern verstoßen.

Dies kann z.B. der Fall sein bei Spielzeug, das Geschlechterklischees erfüllt, Videospielen oder sehr teurem elektronischem Spielzeug. Oft finden sich aber immer Kompromisse, die beide Seiten zufriedenstellen.

Genauso aber verfügen Sie über ein wenig mehr Freiheit und können daher auch Wünsche erfüllen, die für die Eltern vielleicht nicht in Frage kämen, aber die diese auch nicht grundsätzlich verbieten würden.

Wünsche ernst nehmen

Kinder haben ganz andere Prioritäten und Wünsche als Erwachsene. Das kann für Sie bisweilen vollkommen unverständlich sein oder Sie sogar skeptisch zurücklassen.

Gehen Sie mit Vertrauen in Ihr Enkelkind an Wünsche heran. Auch wenn Sie den Nutzen nicht erkennen können oder befürchten, dass ein Spielzeug kaum längere Zeit halten wird, so ist es doch das, was gewünscht ist.

Genauso können Sie auch mit Vertrauen an Geschenke herantreten, die für Sie eine neue Welt darstellen und die Sie deswegen nicht gut einschätzen können. Typischerweise ist das bei Videospielen oder anderer Elektronik der Fall. Sprechen Sie mit Ihren Bekannten und den Eltern darüber, wie diese den Wunsch einschätzen. Natürlich sollten Sie nicht in alles einwilligen, was für Sie nicht vertretbar ist, doch ist vieles nur schlicht unbekannt.

 

Hilfe für das passende Weihnachtsgeschenk zulassen

Sie müssen nicht wissen, wovon Ihr Enkelkind spricht, wenn es sich ein ganz bestimmtes Buch aus einer 16-teiligen Serie wünscht oder ein Videospiel mit kompliziertem Namen.  Gehen Sie in Fachgeschäften auf die Verkäufer zu und bitten Sie um Beratung. Meist sind diese gut im Thema verankert und wissen, was Ihr Enkelkind genau will.

Alternativ können Sie auch ein schon älteres Enkelkind mitnehmen und es selbst aussuchen lassen. Ebenso sind Geschwister eine hilfreiche Quelle, wenn es darum geht, etwas ganz bestimmtes zu finden.

 

Wenn Sie selbst etwas für Oma oder Opa suchen

Vielleicht lesen Sie diesen Artikel, weil Sie ein Geschenk für Ihre Eltern oder Großeltern suchen. Auch dann gilt: Es muss nicht teuer sein – nur persönlich.

Ein gemeinsamer Spaziergang oder ein Abend voller Erinnerungen bedeutet oft mehr als ein gekauftes Präsent. Wie wäre es mit einem Hörbuch-Abo, einem Wellnessgutschein oder einem personalisierten Kalender mit Familienfotos? Geschenke, die Nähe schaffen, sind immer die besten.

 

Weihnachten als Brücke zwischen Generationen

Weihnachten verbindet Generationen durch gemeinsame Rituale, Musik und Erzählungen.

Wenn Großeltern, Eltern und Enkel zusammenkommen, wird spürbar, dass Familie mehr ist als Verwandtschaft: Es ist Geborgenheit, Vertrauen, Zusammenhalt.

Vielleicht lesen Sie gemeinsam ein Buch aus Ihrer Kindheit, singen alte Lieder oder erzählen, wie früher Weihnachten gefeiert wurde. Diese Geschichten sind unbezahlbar. Sie geben den Enkeln das Gefühl, Teil einer langen Geschichte zu sein – und den Großeltern das Gefühl, etwas Bleibendes weiterzugeben.


Weihnachten auf Distanz – Nähe trotz Entfernung

Nicht immer können Familien die Feiertage gemeinsam verbringen. Doch auch aus der Ferne lässt sich Liebe schenken.

Ein handgeschriebener Brief, eine Videobotschaft oder ein Paket mit kleinen Erinnerungsstücken überbrücken jede Entfernung. Selbst eine Videokonferenz kann zum Ritual werden: gemeinsames Plätzchenessen über den Bildschirm oder das Vorlesen einer Geschichte.

Moderne Technik kann helfen, Verbindung zu halten – aber die Wärme kommt immer aus dem Herzen.


Fazit

Weihnachtsgeschenke von Oma sind keine gewöhnlichen Geschenke – sie sind Liebeserklärungen an die Familie. Sie zeigen, dass Nähe, Erinnerungen und gemeinsame Erlebnisse die größten Werte sind. Ob Sie stricken, backen, basteln oder einfach Zeit schenken – wichtig ist nicht, was Sie geben, sondern wie: mit Liebe, Geduld und Herz. Denn die schönsten Geschenke sind die, die bleiben, wenn der Baum längst abgeschmückt ist – in den Herzen Ihrer Enkel.


Häufig gestellte Fragen