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Rollstuhl kaufen, leihen oder gebraucht nutzen – Vor- und Nachteile

Ob es wirklich sinnvoll ist einen Rollstuhl zu kaufen und welche Alternativen es außerdem gibt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Mit einem Rollstuhl werden sowohl behinderte als auch alte Menschen wieder mobil und können am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Doch vielleicht haben auch Sie sich schon die Frage gestellt, wie man dieses wichtige Hilfsmittel am besten anschafft. Immerhin gibt es unterschiedliche Möglichkeiten einen Rollstuhl zu kaufen, die – abhängig von der Dauer und dem Ort des benötigten Einsatzes – Vor- und Nachteile bieten.

Rollstuhl kaufen – bringt unter Umständen eine Kostenersparnis

Einen Rollstuhl tatsächlich neu zu kaufen, mag auf den ersten Blick teuer und zu spontan erscheinen. Doch wer sich den Markt dieser Hilfsmittel genauer ansieht, stellt fest, dass es bereits für 100 Euro bis 200 Euro durchaus gute und funktionstüchtige Modelle gibt. Hier sollten Sie in einem ersten Schritt festlegen, für welchen Bedarf Sie den Rollstuhl tatsächlich benötigen und wie teuer die Anschaffung kommt. Denn wenn Sie ihn für einen längeren Zeitraum brauchen, ist meist ein Kauf durchaus lohnenswert.

Zudem sollten Sie sich klar machen, dass der Rollstuhl ja dann Ihnen bzw. Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen gehört und Sie ihn ja auch später noch nutzen können. Das ist bei einem Leihmodell nicht der Fall. Benötigen Sie ihn tatsächlich nicht mehr, können Sie ihn eigenständig verkaufen. Auch das funktioniert bei einem geliehenen Rollstuhl nicht.

Ein weiterer Vorteil des Kaufens besteht darin, dass das Modell tatsächlich an die Bedürfnisse und an die Körpergröße bzw. das Gewicht des späteren Nutzers angepasst werden kann. Sie bzw. Ihr pflegebedürftiger Angehöriger kann eine entsprechende Beratung im Fachhandel in Anspruch nehmen, den Rollstuhl Probefahren und sich dann entscheiden.

Nicht zu unterschätzen ist der Vorteil, dass Sie beim Kauf eines Rollstuhls natürlich auch Anspruch auf eine Wartung bzw. eine Rückgabe bei Schwierigkeiten oder Unzufriedenheit haben. Abhängig davon, welches Modell – ob mit Handantrieb oder elektrisch – Sie wählen, ist vor allem die Frage nach der Servicierung und der Wartung eine entscheidende. Welche Zuschüsse es für einen Zusatzantrieb gibt, können Sie hier nachlesen.

Der wesentlichste Nachteil beim Kauf eines Rollstuhls ist natürlich der Kostenfaktor. Hier sollten Sie bzw. Ihr pflegebedürftiger Angehöriger unterschiedliche Angebote einholen und die Händler bzw. Anbieter umfassend vergleichen.

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Rollstuhl leihen bzw. mieten

Die Frage nach der Sinnhaftigkeit, sich einen Rollstuhl zu leihen oder zu mieten, ist differenziert zu betrachten. Denn abhängig davon, welchen Anspruch Sie bzw. Ihr pflegebedürftiger Angehöriger an das Hilfsmittel hat, sollten Sie auch abwägen, wie lange die Nutzungsdauer ist. Vor allem Standardmodelle werden Ihnen oft von Ihrer Krankenversicherung direkt über Vermittlung an ein Sanitätshaus angeboten. Sie erhalten den Rollstuhl direkt geliefert und in der Folge bei Nichtbedarf wieder abgeholt. Meist ist in solchen Fällen nur eine Zuzahlung als Leihgebühr und eine Kaution zu zahlen.

In vielen großen Städten gibt es oft einen eigenen Rollstuhlverleih, der Ihnen tageweise unterschiedliche Rollstühle anbietet. Das bietet dann einen Vorteil, wenn Sie bzw. Ihr pflegebedürftiger Angehöriger mit dem vorhandenen Modell gut zurecht kommt, aber ausnahmsweise ein anderes Modell versuchen möchte oder es einfach schnell benötigt.

Benötigen Sie den Rollstuhl nur für einen kurzen Zeitraum – etwa bei der Reha nach einer Operation – empfiehlt sich in jedem Fall eine Leihe.

Die Kosten sind – abhängig ob Sie einen privaten oder gewerblichen Anbieter – wählen, vergleichsweise niedrig. Bedenken Sie aber, dass neben der üblichen Ausleihgebühr pro Tag bei vielen Verleihfirmen auch noch eine Reinigungs- und Bearbeitungsgebühr hinterlegt werden muss. Auch gilt es oft noch eine Kaution zu hinterlegen, falls der Rollstuhl kaputt geht oder stark beschädigt wird. Ebenso wie beim Kauf eines Rollstuhls kann es auch vorkommen, dass sich die Krankenkasse an den Mietkosten für den Rollstuhl beteiligt – etwa wenn Sie ihn nach einer Operation oder aufgrund einer plötzlich auftretenden Beeinträchtigung benötigen.

Bei einigen Anbietern ist es auch möglich, einen Rollstuhl, den Sie leihweise in Anspruch nehmen, später zu kaufen. Vielleicht kommen Sie mit dem gewählten Modell ja besonders gut zurecht oder benötigen dieses Hilfsmittel länger als gedacht. Oft bieten die Händler dann auch die Option, dass ein Teil der gezahlten Mietkosten auf den Kaufpreis angerechnet wird.

Nachteile bei der Leihe eines Rollstuhls liegen vor allem darin, dass Sie lediglich die Auswahl zwischen Standardmodellen haben. Der Rollstuhl wird nicht an Sie, Ihre körperlichen Gegebenheiten oder besonderen Bedürfnisse angepasst. Sie können an dem Modell, das Sie nutzen, auch keine Veränderungen anbringen oder ihn persönlich adaptieren.

Einen gebrauchten Rollstuhl kaufen – Vor- und Nachteile

Sie können einen Rollstuhl kaufen, leihen oder mieten

Auf den ersten Blick ist hier natürlich der Preisvorteil zu nennen, denn gebrauchte Rollstühle sind in der Anschaffung deutlich günstiger als neue Modelle. Beim Kauf geht das Hilfsmittel auch tatsächlich in Ihren Besitz über, Sie müssen sich also keine Gedanken machen, wie lange Sie ihn nutzen oder ob Sie individuelle Anpassungen vornehmen lassen können.

Doch gerade beim Gebrauchtkauf eines Rollstuhls gibt es zahlreiche Nachteile. So etwa ist eine Probefahrt oder ein Probesitzen auf dem gewählten Modell meist nicht gewährleistet. Befindet sich der Verkäufer nicht in Ihrer unmittelbaren Nähe oder verschickt er den Rollstuhl einfach, kann keine vorherige persönliche Nutzung stattfinden. Gerade wenn Sie sich etwa einen elektrischen Rollstuhl kaufen, kann dies ein erheblicher Nachteil sein.

Ein weiteres Manko ist, dass bei einem Gebrauchtkauf die fachgerechte Beratung meist nicht gegeben ist. Vielleicht stehen Sie das erste Mal vor der Anschaffung eines Rollstuhls und sind sich noch nicht so sicher, auf welche Dinge Sie achten müssen oder auf welches Modell Sie setzen sollen. Hier kommt ein weiterer Nachteil ins Spiel, nämlich der fehlende Vergleich mit anderen Modellen. Auch wenn Sie auf den ersten Blick meinen, der Rollstuhl sei genau ein solcher, wie Sie oder Ihr pflegebedürftiger Angehöriger ihn benötigen oder haben möchten, kann ein Vergleich dazu führen, dass Sie vielleicht einen anderen Rollstuhl finden, der sich passender für Ihre Ansprüche anfühlt.

Bedenken Sie, dass Sie einen gebrauchten Rollstuhl weder umtauschen können noch darauf ein Garantieanspruch besteht. Im schlimmsten Fall geht etwas kaputt oder das Modell wird unbrauchbar, Sie können aber keine Reparatur fordern. Gerade wenn Sie einen hochwertigen Rollstuhl kaufen, ist es ein erhebliches Problem, dass es dann oft keine passenden Servicestellen gibt.

Und als letzten Punkt, der als Nachteil beim Gebrauchtkauf zu werten ist, gilt der eventuell bestehende Sicherheitsmangel. Auch das ist vor allem bei hochwertigen Modellen, etwa elektrischen Rollstühlen, der Fall. Damit kann der günstige Kauf sehr schnell zum Sicherheitsrisiko für Sie oder Ihren pflegebedürftigen Angehörigen werden.

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