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Bildung im Alter – Welche Möglichkeiten gibt es?

Immer mehr Senioren entscheiden sich für ein Studium nach Eintritt in das Rentenalter, und warum auch nicht? Gründe gibt es viele, manche wollen einfach die grauen Zellen weiterhin fordern, andere verwirklichen sich damit einen lebenslangen Traum.

Immer mehr Senioren entscheiden sich für ein Studium nach Eintritt in das Rentenalter – warum auch nicht? Gründe für fortlaufende Bildung im Alter gibt es schließlich viele. Manche wollen einfach die grauen Zellen weiterhin fordern, andere verwirklichen sich damit einen lebenslangen Traum. Dabei können Senioren zwischen drei grundlegenden Studienarten entscheiden:

  • Fernstudium
  • Seniorenstudium
  • Studium im Alter

Auch reine Seniorenkollegs werden mittlerweile angeboten. Die verschiedenen Studienarten und deren Vor- und Nachteile stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Warum die Bildung im Alter wichtig ist

Auch wenn sich viele Menschen auf die Zeit nach dem Berufsleben freuen, kann es vorkommen, dass nach einiger Zeit Langeweile einkehrt. Nicht selten wächst der Wunsch nach einer sinnstiftenden Tätigkeit.

Dann können SeniorInnen beispielsweise mit der Bildung im Alter, wie beispielsweise einem Studium, ihren Interessen nachgehen. Dies war zuvor vielleicht aufgrund von familiären, finanziellen oder zeitlichen Verpflichtungen in diesem Ausmaß nicht möglich. Zudem hält der Kontakt zu anderen Studierenden fit und eröffnet neue Perspektiven.

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Mit dem Senioren-Tablet „LIBIFYhome“ immer verbunden und sicher

Unser Senioren-Tablet (LIBIFYhome) verbindet alle diese Vorteile in einem Gerät: Es ermöglicht die Kommunikation mit der Familie über Nachrichten, Anrufe und einem Video-Chat. So können Senioren einerseits sicher von zuhause aus mit ihren Liebsten telefonieren, videochatten oder Bilder schicken, und damit immer in Verbindung mit wichtigen sozialen Kontakten bleiben. Besonders wichtig ist das jetzt in Zeiten von Corona, wenn vorerst keine Familientreffen stattfinden können.

Andererseits ist per Knopfdruck ein Mitarbeiter des Service-Centers erreichbar, sollte es Ihnen nicht gut gehen oder ein Notfall eintreten. Für viele ist dies eine gute Absicherung sowie ein praktischer Weg, so lang wie möglich selbstständig in den eigenen vier Wänden wohnen zu können. Angehörigen bringt das Senioren-Tablet die Gewissheit, dass im Notfall schnell und einfach Hilfe vor Ort ist.

Anke Beimdiek, www.studi-info.de

Auf STUDI-Info finden Sie weitere Informationen zu verschiedenen Möglichkeiten des Studiums für Senioren, wenn Sie selbst mit dem Gedanken spielen, sich weiterzubilden. Alle wichtigen Informationen – besonders für das Studium ab 50 – können Sie in diesem Artikel nachlesen.

Katharina Kubisch, www.iubh-fernstudium.de

Um Senioren bei der Entscheidung für oder gegen ein Studium und der Orientierung im Studien-Alltag zu unterstützen, bieten verschiedene Anlaufstellen Beratung an, z. B. der Akademische Verein der Senioren in Deutschland (AVDS) oder die Bundesarbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Weiterbildung für Ältere (BAG WiWA).

Seniorenstudium – Was sind die beliebtesten Bereiche der Bildung im Alter?

Welche Vorteile ergeben sich durch das Angebot für die Bildung im Alter für SeniorInnen und wie hat sich dieses in den letzten 20 Jahren geändert?

Unser Bildungsangebot ist umfangreich und breit gefächert. Das Spektrum der Lehrveranstaltungen deckt inhaltlich alle Fächer an der Ludwig-Maximilians-Universität ab. Das Zentrum Seniorenstudium organisiert auch ein spezielles Lehrangebot aus Vorlesungen, Seminaren, Arbeits- und Gesprächskreisen und Führungen, das auf die speziellen Interessen und Belange der älteren Generation abgestimmt ist.

Unsere DozentInnen bieten jeweils inhaltlich neue Lehrveranstaltungen an. Die Nachfrage für dieses Angebot ist generell gestiegen und es wird von uns stetig erweitert. Weiterhin bieten die öffentlichen Vortragszyklen und Sonderveranstaltungen Beiträge zu aktuellen Themen. 

Vorteile für die Bildung im Alter

Als Vorteile für die Bildung im Alter möchte ich folgende Punkte benennen:

  • Fundierte wissenschaftliche Weiterbildung in vielen Fächern und Fachrichtungen
  • Teilhabe am Regelunterricht
  • Kontakt und Austausch zu Regelstudierenden und ProfessorInnen
  • Kontakt und Austausch mit Gleichgesinnten
  • Zugang zur Universitätsbibliothek, elektronischem Zeitschriftenverzeichnis und zu Materialien für Lehrveranstaltungen

Der Inhalt/Themen der Lehrveranstaltungen hat sich verändert/wird aktualisiert. Das Format der Vorlesungen/Kurse hat sich den heutigen Möglichkeiten angepasst. Neue Lehrformate mit Beteiligung der Studierenden werden ausprobiert.

Gibt es Kurse, die über diesen Zeitraum an Bedeutung gewonnen/verloren haben?

Da das Angebot breit aufgestellt ist und die Themen sich ändern, sehen wir keine großen Änderungen in der Nachfrage. Aufgrund der Rückmeldungen der studierenden SeniorInnen und unseren Befragungen ist das Interesse an den verschiedenen Fachrichtungen sehr stabil. Es gibt nur geringe Verschiebungen. Weniger stark nachgefragt sind jetzt theologische Vorlesungen. Das Interesse an naturwissenschaftlichem und technischem Wissen ist gestiegen. Weiterhin wurde die Anzahl an Stadt- oder Kunstführungen, Kursen in autobiografischem Schreiben sowie intergenerativen Lehrveranstaltungen erhöht.

Können Senioren das Kursangebot mitbestimmen und haben Sie hier Veränderungen in der Nachfrage feststellen können?

Wenn die Studierenden möchten, können sie das Kursangebot für die Bildung im Alter mitbestimmen. Wir nehmen Vorschläge der Seniorenstudierenden zu Themen und DozentInnen etc. gern auf. Weiterhin haben wir mehrere groß angelegte Frageaktionen durchgeführt (siehe oben) und erweitern unser Angebot entsprechend. Die Nachfrage nach Vorlesungsmaterialien ist stark angestiegen.

Prof. Dr. Elisabeth Weiss, www.seniorenstudium.uni-muenchen.de

Frau Prof. Dr. Elisabeth Weiss ist Professorin für Molekulare Humangenetik, Biologische Fakultät, LMU München. Seit ihrer Emeritierung, Oktober 2013, leitet sie das Zentrum Seniorenstudium an dieser Universität.

Bildung im Alter: Senioren-Universität – Vorteile und Anforderungen

Unter dem Dach der Seniorenakademie vereint die Universität Leipzig ihr vielfältiges Angebot für ältere Menschen, die Interesse an Bildung auf universitärem Niveau haben sowie den Kontakt und den Austausch mit Gleichgesinnten suchen. Im Seniorenstudium können die SeniorInnen gemeinsam mit jungen Studierenden ausgewählte Lehrveranstaltungen der Universität besuchen.

Das Leipziger Seniorenkolleg bietet seit 40 Jahren spannende und abwechslungsreiche Vorträge von renommierten WissenschaftlerInnen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen (z. B. Geschichte, Medizin, Politik und vielen anderen). Weitere Bildungsangebote umfassen Computer- und Sprachkurse, spezielle Fachvorträge und Führungen durch die universitären Museen und Sammlungen. Das facettenreiche Programm lädt dazu ein, Wissen aufzufrischen, Neues zu entdecken und sich auszuprobieren.

Für die Interessierten ab 50 Jahren bestehen keine speziellen Zugangsvoraussetzungen. Die ReferentInnen sowie KursleiterInnen sollten sich auf die Besonderheiten dieser Gruppe einstellen können. Die TeilnehmerInnen bringen unterschiedliche Bildungsbiografien mit und die Dozierenden müssen den Spagat zwischen einer allgemeinverständlichen Darstellung und dem hohen wissenschaftlichen Niveau leisten. Dies zählt neben dem Wunsch, die Allgemeinbildung zu erweitern und neue Wissensgebiete kennen zu lernen auch zu den größten Wünschen der SeniorInnen.

Yvonne Weigert, www.uni-leipzig.de

Seite 2008 wird das Sachgebiet Wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium an der Universität Leipzig – und damit auch der Bereich Bildung für Ältere – von Frau Yvonne Weigert geleitet.

Bildung im Alter – Ein wissenschaftliches Weiterbildungsangebot der Universität Münster

Dass Lernen ein Leben lang möglich ist, beweisen die etwa 2.000 älteren Personen, die Semester für Semester am „Studium im Alter“ teilnehmen. Dieses Weiterbildungsangebot der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster wendet sich an Männer und Frauen im mittleren und höheren Lebensalter, die Spaß daran haben zu lernen, ihr Wissen zu vertiefen oder sich in neue Wissensgebiete einzuarbeiten.

Zusammen mit den jungen, regulär Studierenden können sie als GasthörerInnen Vorlesungen und Seminare aus fast allen Fachbereichen der Universität besuchen. Sie können aber auch an Veranstaltungen teilnehmen, die speziell für ältere GasthörerInnen angeboten werden.

Im Gegensatz zum regulären Studium ist das „Studium im Alter“ nicht auf ein berufliches Ziel ausgerichtet, sondern dient der persönlichen Weiterbildung der älteren Studierenden. Da GasthörerInnen keinen akademischen Abschluss erwerben können, sind sie nicht an Studien- und Prüfungsordnungen, Zeit- und Inhaltsvorgaben gebunden. Sie können ihr Studium daher nach individuellen Neigungen und zur Verfügung stehender Zeit gestalten – ohne sich auf ein Fach festlegen zu müssen. Eine Teilnahme ist unabhängig vom Schulabschluss möglich, ein Mindestalter ist nicht vorgeschrieben, die Gasthörergebühr beträgt 125 € pro Semester.

Lieblingsfächer der Studierenden im Alter sind in Münster Theologie, Geschichte und Philosophie, aber auch Veranstaltungen aus den Sozial- und Naturwissenschaften werden rege nachgefragt. Die TeilnehmerInnen – zu gleichen Anteilen Männer und Frauen – sind zwischen 36 und 96 Jahre alt, ihr Durchschnittsalter beträgt 69 Jahre.

Dr. Mechthild Kaiser, www.uni-muenster.de

Frau Kaiser ist Geschäftsführerin des Teams der Kontaktstelle „Studium im Alter“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Weitere Informationen zum Studienangebot finden Sie auf der Webseite der Universität Münster.

Wer rastet – der rostet! Getreu diesem Motto entscheiden sich immer mehr Senioren, sich auch im Ruhestand weiterzubilden. Reichlich Angebote zur Bildung im Alter gibt es schließlich.

Fernstudium – ortsungebunden, Studierende benötigen eine Portion Selbstdisziplin
Seniorenstudium – spezielles Lehrangebot mit breit gefächerten Studiengängen
Studium im Alter – persönliche Weiterbildung mit individueller Zeiteinteilung

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