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Sicherheit im Alter

Sicherheit im Alter: 8 Tipps für alleinstehende Person

Stand 10. Juli 2024

 

Sicherheit im Alter ist ein wichtiger Bestandteil eines selbstbestimmten Lebens – besonders für alleinstehende Menschen. Studien zeigen, dass die meisten Unfälle im eigenen Zuhause passieren und jährlich Millionen ältere Menschen betroffen sind. Stürze, Brandrisiken, Einbruchgefahr oder unsicherer Umgang mit Technologie können dabei schwerwiegende Folgen haben. Mit gezielten Maßnahmen wie der Anpassung der Wohnumgebung, Sturzprophylaxe, Nutzung von Hausnotrufsystemen, sicheren Alltagsgewohnheiten, digitalem Schutz und vorausschauendem Verhalten im Straßenverkehr lässt sich das Risiko deutlich reduzieren. Schon kleine Vorsorgeschritte können helfen, im Ernstfall richtig zu handeln, Verletzungen zu vermeiden oder schnelle Hilfe zu erhalten – beispielsweise bei einer Steißbeinverletzung nach Sturz.

Unfallrisiko zu Hause reduzieren

Stürze gehören im Alter zu den häufigsten Unfallursachen, die schwerwiegende Gesundheitsschäden nach sich ziehen können. Sie können jedoch bestimmte Unfallrisiken in Ihrem Zuhause minimieren. Folgende Maßnahmen zur Sturzprophylaxe lassen sich einfach umsetzen und beugen Stürzen vor:

Stolperfallen vermeiden

Herumliegende Kabel, rutschige Böden oder sperrige Teppiche können schnell zu Stolperfallen werden und Gefahrenpotenzial für Stürze bieten. Räumen Sie daher Ihre Umgebung auf, sichern Sie Kabel ab und legen Sie rutschfeste Matten auf dem Boden aus. Herumliegende Teppiche sollten mit Klebebelegen an hochstehenden Ecken und Kanten abgesichert werden. Falls es in Ihrer Wohnung Türschwellen gibt, die Sie nicht entfernen können, sollten Sie auf beiden Seiten der Türen keilförmige Bretter zu einer kleinen Rampe verändern, damit Sie nicht mehr so schnell stolpern und sich auch mit einem Rollstuhl oder Rollator gut durch Ihre Wohnung bewegen können.

Badezimmer sicher gestalte

Auf die rutschfeste Gestaltung des Badezimmers sollten Sie ein besonderes Augenmerk legen. Denn einerseits nutzen Sie diesen Raum mehrmals täglich, andererseits bietet die feuchte und nasse Umgebung ein besonderes Gefahrenpotenzial. Nutzen Sie daher rutschfeste Gummiunterlagen für die Badezimmervorleger. Für die Dusche oder Badewanne gibt es ebenfalls rutschhemmende Matten mit Saugnäpfen an den Unterseiten. Zudem sollten in beiden Wascheinrichtungen Haltegriffe in der Höhe von 85 Zentimeter vom Boden weg angebracht sein. Bestenfalls hat die Dusche auch keine höhere Einstiegskante als zwei Zentimeter.

 

Optimieren Sie die Beleuchtung

Nur wenn Sie ein Gefahrenpotential auch erkennen können, können Sie Stürze oder andere Verletzungen vermeiden. Deshalb ist es wichtig, dass in Ihrem Zuhause eine ausreichend gute Beleuchtung vorhanden ist. Vor allem der Flur, das Schlafzimmer, das Badezimmer und der Eingangsbereich zu Ihrer Wohnungs- oder Haustüre sollten umfassend gut ins Licht gesetzt werden. Wenn Sie hier auf Lampen mit Bewegungsmeldern setzen, profitieren Sie zusätzlich davon, dass Sie nicht mühselig nach dem Schalter greifen oder suchen müssen. Das Licht schaltet sich automatisch ein, sobald der Sensor eine Bewegung registriert. Auch die Treppen sollten gut beleuchtet sein, vor allem die oberste und unterste Stufe. Sie können hier besondere Markierungen wie Leuchtstreifen anbringen. Auch Nachtlichter bieten auf Treppenstufen eine gute Orientierung.

Sicherheit durch die richtige Leiter

Nur mal eben die Vase vom oberen Ende des Regals herunternehmen oder die Gardinen aufhängen? Dabei kann viel passieren, wenn Sie anstelle einer Leiter einfach auf den Lieblingssessel steigen. Sichern Sie sich im Alter lieber ab und besorgen Sie sich eine leichte Aluminiumleiter, die auf sicheren vier Füßen steht und mit einer Spreizung zusätzlich abgesichert ist. Achten Sie dabei auf das GS-Prüfzeichen, das für „Geprüfte Sicherheit“ steht.

Tragen Sie die richtige Kleidung

Bei Putz- und Aufräumarbeiten sollten Sie auf die richtige Kleidung und das richtige Schuhwerk achten. Vor allem die Oberbekleidung sollte nicht so weite Ärmel oder Bänder haben, denn damit könnten Sie an Türklinken oder Möbelvorsprüngen hängen bleiben und zu Fall kommen.

Auch wenn viele Maßnahmen zur Sturzprophylaxe getroffen werden, lassen sich Unfälle im Alter nicht immer vollständig verhindern. Entscheidend ist, im Ernstfall richtig zu handeln: Ruhe bewahren, Hilfe rufen und sich selbst bestmöglich absichern. Besonders bei Verletzungen wie einer Steißbeinverletzung nach Sturz kann ein Hausnotrufsystem lebensrettend sein und schnelle Unterstützung gewährleisten. So lassen sich Risiken minimieren und Sicherheit im Alltag erhöhen – selbst wenn ein Sturz nicht verhindert werden kann.


Installieren Sie einen Brandschutz

Die Küche ist und bleibt auch im Alter ein viel genutzter Ort, der im Alltag aber auch Risiken birgt. Brennen kann es überall, doch haben Seniorinnen und Senioren oft nicht mehr so eine schnelle Reaktionsfähigkeit wie jüngere Menschen. Es ist daher sinnvoll, wenn Sie eine Reihe an Sicherheitsmaßnahmen berücksichtigen und umsetzen: Richten Sie sich eine Herdüberwachung ein, die im Falle einer Nichtbenutzung für eine automatische Abschaltung sorgt. Auch der Wasserkocher, der Toaster und andere Haushaltsgeräte sollten eine automatische Abschaltfunktion besitzen. Weiterhin gehören auch Rauchmelder, die sich im Ernstfall lebensrettend auswirken, zur Standardausstattung in der Küche sowie in Ihren Wohn- und Schlafräumen. 

Schützen Sie sich und Ihre vier Wände vor Einbrechern und Betrügern

Seniorinnen und Senioren fallen leider oft Ganoven und Einbrechern zum Opfer, die es auf Geld, Schmuck und andere wertvolle Gegenstände abgesehen haben. Damit Sie sich besser schützen können, sind die folgenden Maßnahmen empfehlenswert:

  • Fallen Sie keinen Trickbetrügern auf den Leim. Lassen Sie daher keine fremden Personen ins Haus, mit denen Sie zuvor keinen Termin vereinbart haben. Misstrauen ist absolut berechtigt, wenn sich beispielsweise eine Person als Polizeibeamter ausgibt und ohne Grund nach persönlichen Daten fragt. Geben Sie daher niemals sensible Informationen, wie etwa Kontodaten, preis.

  • Auch über das Telefon versuchen sich Betrüger, das Vertrauen von Seniorinnen und Senioren zu erschleichen, wobei vor allem der „Enkeltrick” gerne angewendet wird. Hierbei geben sich die Betrügerinnen und Betrüger als Enkel oder Enkelin aus und bitten um eine hohe Geldsumme. Beenden Sie in diesem Fall das Telefonat, rufen Sie Ihre Verwandten an und geben Sie keinerlei persönliche Daten an den Anrufer oder die Anruferin weiter. Es gibt aber einige Tipps, die Sie beim Enkeltrick und einige anderen Betrugsmaschen beachten können, um sich zu schützen.

  • Mit sicheren Türen und Fenstern erschweren Sie Einbrechern den Zugang und beugen Raubüberfällen vor. Installieren Sie deshalb abschließbare Fenstergriffe sowie Sicherheitsschlösser und Türspione.

  • Falls es doch mal zu einem Betrug oder Überfall kommt, sollten Sie sofort Anzeige bei der Polizei erstatten. In einer akuten Gefahrensituation sollten Sie zudem nicht zögern und umgehend den Polizeinotruf unter der Nummer 110 verständigen.

Medikamente richtig lagern und einnehmen

 

Falls Sie regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, lässt sich auch hier die Sicherheit erhöhen, indem Sie sich über Ihren Arzt oder die Apotheke zu möglichen Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln informieren. Falls Sie sich sorgen, dass Sie die Einnahme einmal vergessen könnten, helfen Wecker und Apps mit einer Erinnerungsfunktion. Um die Medikamente richtig einzunehmen, können Sie außerdem einen Wochenspender als Unterstützung nutzen.

 

Notrufsystem im Haus installieren

 

Kommt es in den eigenen vier Wänden zu einem Unfall, kann ein installiertes Notrufsystem lebensrettend sein und den Betroffenen im Notfall schnell durch das richtige Verhalten und Absicherung versorgen. In diesem Fall genügt es, den Notfallknopf zu drücken, und schon wird der Notruf verständigt. Manche Systeme verfügen zudem über einen Sturzsensor, der im Falle eines Sturzes und darauffolgende Regungslosigkeit automatisch einen Notruf auslöst. Sofort werden Betroffene dann mit der Notrufzentrale verbunden, die je nach Situation auf schnellstmöglichem Weg die richtige Hilfe einleitet. libify bietet drei verschiedene Varianten des Hausnotrufes an, die je nach Bedürfnissen des Kunden ausgewählt und adaptiert werden können:

  • libifyBasic, der klassische Hausnotruf für zu Hause mit Basisstation und Funksender
  • libifyHome mit einfach bedienbarem, modernem Bildschirm, Videotelefonie und integriertem Sturzsensor
  • libifyMobil2.0 mit Sturzsensor und GPS-Ortung gibt Ihnen landesweit Sicherheit und Unabhängigkeit für ein aktives Leben
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Abgesichert dank Hausnotruf

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Stürze. Mit einem Hausnotruf kann im Fall eines Sturzes jederzeit schnelle Hilfe gerufen werden. Dadurch können mögliche Folgen eines Sturzes minimiert werden. Sichern Sie sich jetzt ab. 

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Kaltes Wetter: Sicher durch Herbst und Winter

 

Kaltes Wetter erhöht für ältere Menschen das Risiko von Stürzen und Unterkühlung. Mit einfachen Maßnahmen können Sie die kalte Jahreszeit sicher genießen.

  • Festes Schuhwerk – Profilsohlen oder Schuhspikes bieten Halt.
  • Gehhilfen nutzen – Stock, Rollator oder Walkingstöcke stabilisieren.
  • Lagenlook – Mehrere Schichten halten warm, Reflektoren erhöhen die Sichtbarkeit.
  • Hilfsmittel prüfen – Brille und Hörgerät auf Funktion kontrollieren.
  • Barrierefreie Wege – Beleuchtung, geräumte Flächen, rutschfeste Untergründe.
  • Hände frei halten – Rucksack statt Handtasche und Handschuhe tragen.
  • Notfall absichern – Hausnotruf oder wichtige Kontakte griffbereit halten.
Gerade für Senioren ist wichtig, die richtigen Maßnahmen für mehr Sicherheit bei kaltem Wetter zu kennen, um sicher und geschützt durch den Winter zu kommen.

Senioren & Technik: Sicher im digitalen Alltag

Technologie kann den Alltag älterer Menschen erheblich erleichtern – von Smart-Home-Lösungen und Hausnotrufsystemen bis hin zu Smartphones und Videotelefonaten. Um die Vorteile von Digitalisierung voll auszuschöpfen, sind Sicherheitstipps für den Umgang mit Technologie im Seniorenalter besonders wichtig: Passwörter sollten sicher verwahrt, Software regelmäßig aktualisiert und Anti-Viren-Programme genutzt werden. Gleichzeitig helfen einfache Maßnahmen, Stolperfallen zu vermeiden, Brandgefahren zu reduzieren und Geräte korrekt einzurichten. Auch im Internet gilt für Senioren: Safer Surfen, Datenschutz und Schutz vor Betrug wie dem digitalen Enkeltrick oder Phishing-Mails sind zentral, damit Senioren ihren Alltag sorgenfrei, selbstständig und geschützt gestalten können.

Autofahren im Alter: Sicher unterwegs bleiben

Autofahren im Alter ist für viele Senioren ein zentraler Bestandteil der Unabhängigkeit, erfordert aber besondere Aufmerksamkeit. Neben körperlichen Veränderungen, nachlassender Seh- und Hörfähigkeit sowie längeren Reaktionszeiten spielt auch die richtige Nutzung von Fahrerassistenzsystemen eine Rolle. Sicherheitstipps wie regelmäßige Gesundheitschecks, ein gut gewartetes Auto, defensives Fahren und das Beachten eigener Grenzen helfen, Risiken zu minimieren. Warnzeichen rechtzeitig zu erkennen und die professionelle Bewertung der Fahrsicherheit durch Ergotherapeuten oder Fahr-Rehabilitationsspezialisten unterstützt zusätzlich ein sicheres Fahren. So können ältere Fahrer ihre Selbstständigkeit wahren, alternative Mobilitätsmöglichkeiten nutzen und gleichzeitig Unfallrisiken reduzieren.

Fazit: Sicherheit im Alter durch gezielte Maßnahmen erhöhen 

Sicherheit im Alter lässt sich aktiv gestalten – auch für Menschen, die alleine leben. Durch einfache Anpassungen im Haushalt, präventive Maßnahmen zur Sturzvermeidung, den Einsatz von Hausnotrufsystemen, vorsichtigen Umgang mit Technik, richtige Medikamentenhandhabung und vorausschauendes Verhalten beim Autofahren können viele Risiken minimiert werden. Selbst wenn ein Unfall nicht verhindert werden kann, sorgen die richtigen Schritte dafür, dass schnelle Hilfe möglich ist und schwerwiegende Folgen gemindert werden. Wer frühzeitig vorsorgt und diese Tipps berücksichtigt, kann den Alltag sicherer gestalten, seine Selbstständigkeit bewahren und das Leben im Alter weiterhin unabhängig und selbstbestimmt genießen.

 

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