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Großelterntag am 12. November – warum Oma und Opa so wichtig sind

Wer kennt es nicht? Momente im Alltagstrott, an denen man sich sehnt, wieder ein unbekümmertes Kind zu sein und mit Oma und Opa das Leben zu erkunden. Vielleicht hatten Sie dort besondere Freiheiten, haben viel erlebt oder sind besonders verwöhnt worden. In jedem Fall ist klar, dass diese Menschen einen besonderen Platz in den Herzen ihrer Enkelkinder, aber auch in der Gesellschaft haben sollten. Deswegen wird bereits zum dritten Mal der Großelterntag gefeiert.

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Was ist der Großelterntag?

Der Großelterntag wurde eingeführt, um diesen Menschen eine besondere Wertschätzung zuteilwerden zu lassen. In Deutschland, bisher hauptsächlich in Bayern, wird er seit 2019 begangen, in diesem Jahr am 12. November. Auch in anderen Ländern gibt es diesen Ehrentag bereits, beispielsweise seit 1987 in Frankreich, wo am ersten Sonntag im März der Omatag und am ersten Sonntag im Oktober der Opatag gefeiert wird. In Italien wird der nationale Großelterntag am 2. Oktober gefeiert, während in Polen wieder getrennt die Großmütter am 21. Januar und die Großväter am 22. Januar hochgelobt werden.

In Spanien wiederum gibt es den Großelterntag am 26. Juli, wobei an diesem Tag auch lateinamerikanische Länder wie Nicaragua und Argentinien, aber auch Portugal die ältere Generation feiern. In den USA ist der Großelterntag eine echte Institution, die am ersten Sonntag nach dem Labor Day begangen wird. Dabei richtet der US-Präsident persönlich einige Worte an die Nation.

Warum sind Oma und Opa für die Familie so wichtig?

Durchschnittlich sind Großeltern in Deutschland 53 Jahre alt, wenn die ersten Enkel das Licht der Welt erblicken. Damit sind sie noch verhältnismäßig jung und können viel unternehmen. Immerhin gewährleistet die heutige moderne Lebensform ein wesentlich längeres und gesünderes Leben.

Studien haben zudem ergeben, dass es für Großeltern meist nicht nur eine Herzensangelegenheit ist, sich um die Jüngsten in der Familie zu kümmern, sondern es hält sie auch fit und gesund. In Deutschland kümmern sich knapp 21 Millionen Menschen regelmäßig um ihre Enkel und zwar in Summe mehr als 4 Milliarden Stunden pro Jahr. Das bedeutet, dass Oma und Opa im Durchschnitt 190 Stunden jährlich mit den Kleinen verbringen.

Als Bezugspersonen (fast) unersetzlich!

Kinder benötigen unterschiedliche Arten von Bezugspersonen. Haben sie neben den Eltern auch noch die Großeltern, lernen sie nicht nur das Mütterliche und Väterliche, sondern auch Großmütterliches und Großväterliches kennen. Sie können feststellen, dass die Eltern einiges anders machen als Oma und Opa. Manches vielleicht strenger sehen oder weniger gelassen sind. Die ältere Generation in der Familie hat dagegen oft viel Zeit und Ruhe, die im normalen Familienalltag eher fehlt.

Wichtig ist, dass der Kontakt zu Oma und Opa regelmäßig stattfindet, denn nur so kann eine echte Bindung entstehen. Bereits im Babyalter sollte es deshalb eine gewisse Kontinuität in der gemeinsam verbrachten Zeit von Oma, Opa und Enkelkind geben. Findet der Kontakt nur alle paar Monate statt, lässt sich schwer eine Bindung aufbauen.

Nicht nur die Großeltern profitieren von dem regelmäßigem Kontakt, auch Enkel entwickeln sich so weiter.

Was macht Großeltern so besonders?

Auch wenn die menschliche Beziehung zwischen Enkelkindern und Großeltern etwas sehr individuelles ist, gibt es doch allgemein gültige Gründe, warum die Beziehung zwischen diesen beiden so besonders ist.

1. Großeltern haben häufig mehr Geduld
Was im Alltag mit den Eltern oft hektisch abläuft und wenig Zeit für Fragen oder Erklärungen lässt, ist bei Oma und Opa ganz anders. Denn der Terminplan der beiden ist selten ganz voll, damit haben sie besonders viel Zeit und Geduld für die Kleinen. So vermitteln sie ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit und die Kinder erfahren aus nächster Nähe, dass ihre Bedürfnisse auch hier ernst genommen werden.

2.Großeltern unterstützen, wo sie können
Vielleicht ist oder war es bei Ihnen auch so – die Mutter geht nach der Karenz bzw. Elternzeit wieder arbeiten und Oma und Opa übernehmen die Kinderbetreuung. Gerade für alleinerziehende Mütter oder Väter ist das ein Segen und eine wertvolle Hilfe, um den Lebensunterhalt in Form des eigenen Einkommens bestreiten zu können. Großeltern haben sogar ein gesetzlich verankertes Umgangsrecht mit ihren Enkelkindern.

Aber die Großeltern helfen nicht nur bei den Pflichtaufgaben, sondern ermöglichen Eltern womöglich eine lange vermisste Zweisamkeit, einen Abend im Kino oder sogar ein Wellnesswochenende nur zu zweit. Während Mama und Papa sich für kurze Zeit ganz auf sich selbst konzentrieren können, genießt der Nachwuchs die volle Aufmerksamkeit der Großeltern.

3.Großeltern stehen beratend zur Seite
Kleine Kinder, kleine Sorgen – große Kinder, große Sorgen! Sie kennen den Spruch? Dann wissen Sie auch, wie wichtig der Rat der Großeltern ist. Egal ob es sich um Kinderkrankheiten, schlaflose Nächte oder organisatorische Fragen geht, Oma und Opa wissen meist Rat. Damit sorgen sie mit ihrer jahrelangen Erfahrung für Klarheit und können bei Erziehungsfragen unter die Arme greifen.
Aber auch den Enkelkindern stehen sie mit Rat und Tat zur Seite. Denn dank der größeren Distanz und dem fortgeschrittenen Alter können die Großeltern oft einen neutraleren Rat geben als die eigenen Eltern. Zudem bieten sie meist mehr Geduld und können über Konfliktthemen mit Mama und Papa sprechen und dazu beraten.

4.Die Extraportion Freiheit bei den Großeltern genießen
Welcher Erwachsene erinnert sich nicht gerne an die Zeiten mit Oma und Opa, wenn es mehr Süßigkeiten als zu Hause gab, das mit dem Zubettgehen nicht ganz so ernst gemeint war und auch das Kinderzimmer mal unordentlich sein durfte? Diese Momente des Laissez-Faire sind einzigartig und gut, denn Oma und Opa müssen nicht die gleichen Erziehungsregeln wie die Eltern gelten lassen. Immerhin müssen Erstgenannte ja auch nicht die komplette Verantwortung für die Kindererziehung übernehmen. Damit genießen die Kinder eine Extraportion Freiheit bei den Großeltern, was aber nicht heißt, dass sie nicht zu Hause bei den Eltern genau wissen, dass hier die üblichen Spielregeln wieder gelten.

5.Großeltern haben viel zu erzählen
Es liegt auf der Hand, dass Oma und Opa viele Geschichten kennen. Für Kinder ist es besonders interessant, wenn aus der eigenen Jugend erzählt wird. Denn Vergangenes ist einfach spannend und der Nachwuchs lernt dabei auch noch seine eigenen familiären Wurzeln kennen.

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Großeltern – in allen Lebenslagen und Lebensaltern wichtig

Je nach Altersphase der Kinder haben Großeltern unterschiedliche Aufgaben und Funktionen. Während der ersten drei Lebensjahre springen Oma und Opa einfach als Babysitter und Aufpasser ein. Damit Mama oder auch Papa einmal in Ruhe eine Stunde schlafen oder duschen und essen kann, drehen die Großeltern gerne eine Runde mit dem Kinderwagen oder bespaßen die Kleinen anderweitig. Wichtig ist hier einfach nur, dass sich Großeltern und Eltern auf ihre jeweiligen Rollen verständigen – dann profitieren auch die Enkelkinder davon.
In der nächsten Stufe – der Altersgruppe der drei- bis fünfjährigen – geht es darum, die Eltern im Alltagstrubel zu entlasten. Oma und Opa helfen dann, indem sie mit den Kleinen spielen oder ihnen Geschichten erzählen. Gerade in dieser Phase werden die Großeltern zu wichtigen Bezugspersonen.

Sind die Kleinen dann zwischen 6 und 11 Jahre alt, beginnt die Zeit der Abenteuer mit oder bei Oma und Opa. Vielleicht haben diese ja einen großen Garten. Da macht es den Enkelkindern Spaß, mit den Großeltern ein Baumhaus zu bauen, im Sommer einmal im Zelt zu übernachten oder zu lernen, wie Marmelade eingekocht und ein leckerer Kuchen gebacken wird.

Sind die Enkelkinder in der Altersgruppe der 12- bis 16-jährigen, ist die Zeit des gemeinsamen Spielens und häufiger Besuche mit den Großeltern meistens vorbei. Doch die Bedeutung der zwischenmenschlichen Beziehung bleibt auf geänderte Weise. Vielleicht brauchen die Enkelkinder jemanden zum Zuhören, wenn sie Sorgen und Probleme auf dem Herzen haben. Oma und Opa können gut besänftigen, aber auch vermitteln und schlichten, vor allem aber helfen sie auf dem Weg zur Selbstständigkeit.

Auch beim Erwachsenwerden nehmen die Großeltern eine wichtige Rolle ein. Denn im Alter zwischen 17 und 25 Jahren besteht häufig ein großer Bedarf an emotionaler Unterstützung. Die Enkel stehen möglicherweise schon auf eigenen Beinen. Vielleicht steht aber schon die erste große Krise, sei es in der Liebe oder in einer Freundschaft vor der Türe. Und genau dann haben Oma und Opa ein offenes Ohr und helfen, die Sorgen gleich wieder zu besänftigt.

Wenn aus den Großeltern Urgroßeltern werden

Wenn die Enkelkinder älter werden, kommt häufig auch die Sehnsucht zu den Großeltern, an einen Ort der Kindheit, ans Tageslicht. Immerhin wissen wir alle, wie unbekümmert die Zeit bei Oma und Opa war. Und genau dieses Gefühl zurückzuholen – sei es für ein paar Minuten bei einem gemeinsamen Telefonat, oder für einen Tag oder sogar ein Wochenende – tut unendlich gut und ist wichtig für den Rückzug.

Der Großelterntag muss gefeiert werden!

Wenn dann aus den Enkelkindern selbst Eltern werden, werden die Großeltern zu Urgroßeltern. Das ist in jedem Fall etwas Besonderes und heutzutage nicht unbedingt üblich. Auch wenn es dann jüngere Großeltern gibt, die sich um die Enkelkinder kümmern, sind die Urgroßeltern ebenfalls wichtige Bezugspersonen. Und es gibt einen Grund mehr, den Großelterntag gemeinsam mit vier Generationen zu feiern!

Sollten Sie noch auf der Suche nach einer kleinen Aufmerksamkeit oder  Geschenke für Senioren sein, können Sie sich in diesem Beitrag Inspiration holen.

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