Kostenlose Beratung: 089 217 68 359

Die Pflegezusatzversicherung – Alles, was Sie wissen müssen

Wir zeigen Ihnen die Vorteile einer Pflegezusatzversicherung, wann Sie sie bauchen, verschiedene Varianten und worauf Sie achten sollten.

Eine gute Möglichkeit, für später eventuell anfallende Pflegekosten vorzusorgen, stellt die Pflegezusatzversicherung dar. Abhängig vom jeweiligen Modell werden dabei die kompletten oder nur teilweisen Kosten für eine Pflege im Alter übernommen, die eine Pflichtversicherung nicht übernimmt. Ob eine Zusatzversicherung für jemanden Sinn macht, hängt von zahlreichen Faktoren ab.

Varianten der Pflegezusatzversicherung

Wer sich für eine Pflegezusatzversicherung interessiert, findet am Markt dazu drei unterschiedliche Modelle. Allen gemeinsam ist, dass die Beiträge dafür vom jeweiligen Alter sowie dem individuellen Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers abhängen. Zudem spielen die später erwünschten Leistungen eine erhebliche Rolle. Wer bereits Erkrankungen aufweist, muss mit einem Risikoaufschlag zur Prämie rechnen.

Lassen Sie sich jetzt kostenlos zu den Themen Hausnotruf & Pflege beraten!

Vier Möglichkeiten der privaten Pflegezusatzversicherung

Pflegetagegeldversicherung

Bei dieser sogenannten Pflegetagegeldversicherung wird eine feste Summe vereinbart, die der Versicherungsnehmer im Fall der Pflegebedürftigkeit erhält. Die Höhe hängt vom jeweiligen Pflegegrad ab. Liegt nur ein niedriger Pflegegrad vor, gibt es meist auch nur einen Teil der vereinbarten Summe, besteht allerdings ein hohes Maß an Pflegebedürftigkeit, gibt es auch den vollen Tagessatz.

Der Vorteil dieser Versicherungsvariante ist, dass das Geld aus der Versicherung frei verwendet werden kann. Man kann es also entweder dazu nutzen, um einen ambulanten Pflegedienst zu finanzieren oder die Unterbringung in einem Pflegeheim. Wer möchte, kann damit aber auch eine Haushaltshilfe oder Freunde und Familie für ihre Hilfe bezahlen.

Das Pflegetagegeld wird unabhängig von den wirklichen Kosten, die anfallen, geleistet. Es müssen also keinerlei Rechnungen bei der Versicherung eingereicht werden.

Die Pflegekostenversicherung

Diese Versicherung als Variante einer Pflegezusatzversicherung gibt es in unterschiedlichen Versionen, denn während einige Tarife und Anbieter die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung verdoppeln, kann auch bei der Pflege zu Hause die Zahlung deutlich verkürzt werden. Es gibt eine pauschale Zahlung in Höhe dessen, was die Pflegepflichtversicherung für den Pflegegrad ohnehin zahlt.

Eine zweite Variante zielt auf den Nachweis der Pflegekosten ab. Hier wird nur ein Teil der Rechnungen übernommen, den die gesetzliche Pflegeversicherung nicht leistet. Das bedeutet, dass sich die private Pflegekostenversicherung nur an solchen Pflegekosten beteiligt, die auch im Leistungskatalog der gesetzlichen Pflegeversicherung aufscheinen. Damit kann das Geld aus der Versicherung nicht beliebig verwendet werden. Zudem gibt es in den meisten Fällen einen Höchstbetrag für die Geldleistungen.

Beachten Sie, dass die Erstattungsbeträge bei der Pflege durch Sie als Angehörige meist in den Pflegekostenversicherungen deutlich niedriger sind als bei der Pflegetagegeldversicherung. Die Variante der Pflegekostenversicherung eignet sich deshalb meist nur dann, wenn Sie für die Betreuung eines pflegebedürftigen Angehörigen einen professionellen Pflegedienst beauftragen.

Die Pflege Rentenversicherung

Diese Möglichkeit der privaten Pflegezusatzversicherung hat eine etwas andere Funktionsweise als die bisher genannten. Denn bei dieser Option ist der zu zahlende Beitrag für die komplette Laufzeit des Vertrages im Vorfeld festgelegt. Zu beachten ist allerdings, dass diese Tarife meist von Beginn an eher als teuer einzustufen sind.

Die Pflege Rentenversicherung zahlt dem Versicherungsnehmer eine monatliche Rente, sobald eine Pflegebedürftigkeit nachgewiesen wird. Doch bei Pflegegrad 1 und manchmal auch bei Pflegegrad 2 gibt es nur eingeschränkte Leistungen oder noch gar keine finanzielle Unterstützung. Das ist als ungünstig einzuschätzen, denn das Statistische Bundesamt berichtet, dass knapp 50 Prozent aller Pflegebedürftigen entweder Pflegegrad 1 oder 2 aufweisen.

Die Leistungen bzw. Zahlungen bei der Pflege Rentenversicherung sind oft nach dem Pflegegrad gestaffelt. Die volle Rente gibt es dann oft nur bei Pflegegrad 5. Einige Anbieter haben in ihren Verträgen festgehalten, dass der Versicherte selbst den Prozentsatz der versicherten Rentensumme bei welchem Pflegegrad bestimmen kann. Das geleistete Geld kann im Anschluss komplett freihändig ausgegeben werden. Es ist auch unerheblich, ob Ihr pflegebedürftiger Angehöriger zu Hause oder in einem Heim versorgt wird.

Der Pflege Bahr

Bei dieser Form der privaten Pflegezusatzversicherung handelt es sich um eine Option, die stattlich gefördert wird. Dabei handelt es sich grundsätzlich um Pflegetagegeldversicherungen. Grundsatz dieser Pflegepolice ist, dass niemand abgelehnt werden darf, es gibt also keinerlei Gesundheitsprüfung. Zudem muss einem Versicherten, der Pflegegrad 5 hat, mindestens ein Pflegegeld in Höhe von 600 Euro monatlich bezahlt werden. Die sonstigen Leistungen, die Pflegegrade 1 bis 4 betreffen, sind der Summe nach gestaffelt.

Wer alle Voraussetzungen für den Pflege Bahr erfüllt, bekommt eine Förderung in Höhe von 5 Euro pro Monat. Wichtige Voraussetzung ist, dass von Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen selbst mindestens 10 Euro im Monat in eine Pflegezusatzversicherung einbezahlt werden.

Sollte das Tagegeld aus dem Pflege Bahr allein für die Betreuung im Pflegefall nicht ausreichen, gibt es von vielen Anbietern der Versicherung unterschiedliche Kombi-Tarife, der aus einem geförderten und einem nicht geförderten Teil besteht. Der Nachteil des Pflege Bahrs besteht vor allem darin, dass es hier meist höhere Beiträge zu zahlen gibt. Denn da niemand abgelehnt werden darf, nutzen vor allem Menschen mit Vorerkrankungen diese Möglichkeit der Pflegeversicherung.

Beim Vertrag für die private Pflegezusatzversicherung müssen Sie auf einige Punkte achten

Die Pflegezusatzversicherung

In erster Linie gilt es bei Abschluss einer Pflegezusatzversicherung auf die passende Höhe der Absicherung zu achten. Doch das ist nicht alles, es gibt weitere Kriterien. Dazu zählt unter anderem die Option „Zahlt unabhängig von Pflegeart und Pflegegrad“. Denn Ihr pflegebedürftiger Angehöriger sollte sich in jedem Fall die Möglichkeit offenhalten, entweder zu Hause oder in einem Heim gepflegt zu werden. Zudem sollte eine Pflegezusatzversicherung bei allen fünf Pflegegraden leisten und nicht nur bei besonders starkem Pflegebedarf.

Auch der Grundsatz „gleiches Geld für Profi- und Laienpflege“ sollte im Vertrag berücksichtigt werden. Vor allem in der ambulanten Pflege sollten die Leistungen erbracht werden, egal ob Ihr pflegebedürftiger Angehöriger durch Verwandte oder einen professionellen Pflegedienst versorgt wird.

Damit Geld aus einer privaten Pflegezusatzversicherung bezogen werden kann, muss ein Nachweis des Pflegebedarfs erbracht werden. Dies funktioniert am besten so, dass sich der private Anbieter der Pflegezusatzversicherung an den Pflegegraden aus den gesetzlichen Pflegeversicherungen orientieren kann. Es ist zu begrüßen, wenn der Anbieter auf eine extra Untersuchung durch eigene Ärzte verzichtet, wenn bereits eine Einstufung seitens der Pflegepflichtversicherung vorliegt.

Wichtig zu beachten für den Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung ist der Aspekt der Wartezeit. Im besten Fall sollte in der Police ein Verzicht auf die Wartezeit vereinbart sein. Denn nur dann leistet die Versicherung auch, wenn der Versicherte bereits wenige Monate oder Jahre nach Abschluss der Police pflegebedürftig wird.

Beachten Sie den Punkt der rückwirkenden Leistungen in der Versicherungspolice. Meist zahlen Versicherungen erst dann, wenn Leistungen beantragt werden. Viel vorteilhafter ist es jedoch, wenn der Anbieter rückwirkend bereits ab dem Tag der offiziellen Feststellung eines Pflegebedarfs Leistungen erbringt.

Auf Beitragsverzicht im Pflegefall und Beitragspausen achten

Wer sich den Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung überlegt, der sollte auf den Aspekt der Beitragseinstellung im Pflegefall achten. Denn einige Anbieter verlangen die Beitragszahlungen auch dann noch, wenn bereits Leistungen aus der Pflegezusatzversicherung bezogen werden. Damit die finanziellen Belastungen im Fall einer Pflege gering gehalten werden, macht es Sinn, dass ab spätestens Pflegegrad 2 keinerlei Beiträge mehr zu zahlen sind.

Auch Beitragspausen sollten in einem privaten Pflegezusatzversicherungsvertrag möglich sein. Denn im Laufe der Berufsjahre kann es immer wieder zu schwierigen finanziellen Situationen kommen, die es erschweren, die Beiträge zu zahlen. Hier sollten Sie beachten, welche Gründe dazu akzeptiert werden und dass der Versicherungsschutz auch während der Zahlpause besteht.

Auch der umgekehrte Fall einer notwendigen Beitragspause sollte im Versicherungsvertrag enthalten sein. Die Rede ist von einer Erhöhungsoption. Denn aufgrund von Inflation und veränderten Lebenssituationen können plötzlich die ursprünglich vereinbarten Leistungen in der Police nicht mehr ausreichen. Deshalb macht es Sinn, im Tarif die Leistungen ohne aufwändige Gesundheitsprüfung erhöhen zu können.

Bei vielen Versicherungsanbietern gibt es die sogenannte Leistungsdynamik in den Verträgen. Das heißt, dass die Leistungen des gewählten Tarifs regelmäßig erhöht werden sofern der Betroffene auch tatsächlich pflegebedürftig wird oder ist.

Bei Abschluss der Pflegezusatzversicherung auf die Vorerkrankungen achten

Wer eine Pflegezusatzversicherung abschließt, wird vom Versicherer meist einer Gesundheitsprüfung unterzogen. Es ist wichtig und macht durchaus Sinn, diese Fragen zur Gesundheit komplett und vor allem ehrlich zu beantworten. Etwaige Vorerkrankungen dürfen keinesfalls verschwiegen werden. Meist wird dann zwar ein Risikozuschlag verrechnet, doch wer eine Krankheit wissentlich verschweigt, riskiert eine Vertragskündigung und keine Leistungen im Pflegefall.

Wer unter gesundheitlichen Einschränkungen leidet, geht auf Nummer Sicher, indem er eine sogenannte anonyme Risikovoranfrage an einen Versicherungsmakler oder Berater stellt. Dieser fragt dann bei unterschiedlichen Anbieter entsprechend nach, ob eine Versicherung unter welchen Umständen möglich ist. Wichtig zu wissen ist, dass bei diesen Nachfragen sämtliche persönliche Angaben wie Name und Anschrift, aber auch das Geburtsdatum, geschwärzt sind.

Weitere Artikel, die Ihnen gefallen könnten:

Bleiben Sie auf dem Laufenden!

Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter!