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Pflegegrad 2 – Geld und Geldleistungen, die Sie beanspruchen können

Sie oder Angehörige wurden als Pflegegrad 2 eingestuft? Erfahren Sie hier mehr zu Ihren Rechten und was Ihnen an Pflegegrad 2 Geld zusteht!

Wenn Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen der Pflegegrad 2 zuerkannt wurde, hat er entsprechenden Anspruch auf Pflegegrad 2 Geld. Das gilt sowohl für die häusliche Pflege, aber auch Pflegesachleistungen für die professionelle Versorgung durch Pflegedienste. Der sogenannte Entlastungsbeitrag kann dabei ebenso bezogen werden wie Zuschüsse zu einer Kurzzeit- oder Verhinderungspflege.

Wie hoch ist das Pflegegrad 2 Geld?

Menschen, die den Pflegegrad 2 haben und zu Hause durch Freunde oder Angehörige gepflegt werden, erhalten seit 2017 ein Pflegegeld von 316 Euro pro Monat. Damit ist dieser Betrag um 72 Euro gegenüber dem Betrag der alten Pflegestufe – 244 Euro – gestiegen. Ist Ihr Angehöriger an Demenz erkrankt und hatte er vor Inkrafttreten der Pflegegrade Pflegestufe 0, bekam er 123 Euro. Nun erhält er 193 Euro mehr an Pflegegeld monatlich.

 

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Auch Pflegesachleistungen können abgerechnet werden

Pflegesachleistungen werden grundsätzlich direkt von ambulanten Pflegediensten mit den Pflegekassen verrechnet. Hier erhalten Pflegebedürftige mit Pflegegrade 2 Geldleistungen von insgesamt 689 Euro pro Monat. Im Vergleich zu den bis Ende 2016 gewährten Sachleistungen, erhalten Pflegebedürftige damit 221 Euro und Demenzerkrankte sogar 458 Euro mehr, um ambulante Pflegedienste in Anspruch nehmen zu können.

Das gibt es zu beachten

Beachten Sie bitte, dass Sie sowohl Pflegegeld als auch Pflegesachleistungen miteinander kombinieren können. Dann erhalten Sie bzw. Ihr pflegebedürftiger Angehöriger nicht mehr das Pflegegrad 2 Geld in kompletter Höhe, sondern nur mehr anteilig.

Der Entlastungsbetrag hilft

Als Unterstützung erhalten Sie auch einen neuen einheitlichen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro monatlich. Damit können Sie Putz- oder Haushaltshilfen oder einen Begleiter für Spaziergänge oder Hilfe beim Einkaufen für Ihren betreuungswürdigen Angehörigen in Anspruch nehmen.

Wichtiger Tipp in dieser Angelegenheit

Wenn Sie die Pflegesachleistungen mit dem Betrag von 689 Euro pro Monat nicht komplett ausschöpfen, können Sie auf eigenen Wunsch bis maximal 40 Prozent davon, für weitere Entlastungsleistungen verwenden.

Was an Pflegegrad 2 Geld zu erhalten ist.

Unterstützung für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege

Für die professionelle Kurzzeitpflege in einem Pflegeheim erhält der pflegebedürftige Angehörige für höchstens 28 Tage pro Jahr eine finanzielle Unterstützung von bis zu 1612 Euro.

Die Kurzzeitpflege kann auf bis zu 8 Wochen ausgedehnt werden, wobei Sie bzw. Ihr pflegebedürftiger Angehöriger in diesem Fall auch noch die Hälfte des Pflegegrad 2 Geldes, also 158 Euro, erhalten. 

Wenn Sie Ihren Angehörigen einmal nicht pflegen können, können Sie eine sogenannte Verhinderungspflege in Anspruch nehmen. Dafür steht Ihnen für maximal 4 Wochen ein Zuschuss von 1612 Euro jährlich zur Verfügung. Sollten Sie im laufenden Jahr zwar eine Kurzzeitpflege in Anspruch genommen haben, aber keine Verhinderungspflege, können Sie für längstens acht Wochen einmal im Jahr einen Zuschuss von bis zu 3 224 Euro beantragen.

Im umgekehrten Fall – also bei keiner Inanspruchnahme der Kurzzeitpflege im laufenden Jahr – können Sie die Verhinderungspflege für maximal 6 Wochen pro Jahr nutzen und erhalten dabei einen Zuschuss von bis zu 2418 Euro.

Pflegegrad 2 Geld – Auch Tages- und Nachtpflege wird unterstützt

Pflegebedürftige erhalten als Unterstützung für Inanspruchnahme der teilstationären Pflege pro Monat 689 Euro. Dies wird als Zusatzleistung zum genehmigten Pflegegrad 2 Geld angesehen.

Finanzielle Unterstützung bei häuslicher Pflege im Pflegegrad 2

Hier gibt es zum Einen 40 Euro pro Monat für Pflegehilfsmittel und medizinische Hilfsmittel. Damit können Sie alltägliche Notwendigkeiten wie Einmalhandschuhe oder Desinfektionsmittel kaufen.

Wenn Sie für Ihren Angehörigen einen Hausnotruf installieren lassen möchten, wird dies als technisches Hilfsmittel eingestuft. Seit dem 01.06.2018 erhalten Sie pro Monat 23,00 Euro.

Sollte der Umbau der Wohnung des Pflegebedürftigen notwendig sein, wird dies mit einmalig 4 000 Euro unterstützt. Damit können Sie zum Beispiel das Bad umbauen oder einen Treppenlift installieren lassen. Beratungen dazu, sind kostenlos. Ebenso können Sie regelmäßige und notwendige Beratungsbesuche oder Beratungsgespräche von professionellen Pflegediensten kostenlos beanspruchen.

Pflegegrad 2 Geld – Leistungen für Bewohner von Wohngruppen

Sind Personen, die in Pflegegrad 2 eingestuft wurden, in einem gemeinsamen Haushalt als Wohngruppe aufhältig, können bis zu 4 Personen einen Zuschuss für den Wohnungsumbau beantragen. Hier stehen insgesamt bis zu 16 000 Euro zur Verfügung. Eine sogenannte Anschubfinanzierung gibt es seitens der Pflegekasse zusätzlich. Sie beträgt einmalig 2500 Euro pro Person. Benötigen die vier Personen in der Wohngruppe eine Organisationskraft, so kann hier ein monatlicher Zuschuss von 214 Euro beantragt werden.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den restlichen Pflegegraden:

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